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KATWARN aktuell

Im Interview: KATWARN-Erfinder Ulrich Meissen, Fraunhofer FOKUS

Am Anfang waren die Ostfriesen

Die Entstehung von KATWARN

Über drei Millionen Menschen in Deutschland und Österreich versorgt das Warnsystem KATWARN mit Informationen im Gefahrenfall. Wie kam es zur Idee, ein Handy-Warnsystem zu entwickeln?

Meissen: Auf der Rückreise aus dem Italien-Urlaub im Jahr 1999 überraschte mich ein extremes Gewitter auf der Autobahn – das Sturmtief Lothar. Ich musste rechts heranfahren und einen Teil der Nacht im Auto verbringen. Damals habe ich mir gedacht, dass es doch möglich sein muss, betroffene Menschen individuell und ortsgenau zu warnen. Kurze Zeit später startete ich mit den öffentlichen Versicherern ein erstes Forschungsprojekt.

Der erste Schritt zu KATWARN war also ein Unwetterwarnsystem?

Meissen: Wetter-Apps gab es damals noch nicht und die Warninformationen waren auch noch nicht so gut aufbereitet. Die heute üblichen Warnstufen – „violett“, „rot,“ „orange“ „ocker“ und „grün“ – haben wir zum Beispiel gemeinsam mit Herrn Kachelmann im Projekt entwickelt.

Und wie kam die Idee, neben Unwetter auch vor allgemeinen Gefahren zu warnen?

Meissen: Vor rund zehn Jahren haben wir begonnen, das Handy-Warnsystem für allgemeine Gefahren zu erweitern. Das Forschungsprojekt hieß „KATWARN“ für Katastrophen-Warnung. Ein wichtiger Treiber waren die häufigen Sturmfluten in Ostfriesland und den ostfriesischen Inseln. Die dortigen Verantwortlichen waren neuen Technologie gegenüber sehr aufgeschlossen und haben gemeinsam mit uns 2009 das Pilotsystem gestartet. Man kann sagen, die Ostfriesen sind die Vorreiter für mobile Warnsysteme in Deutschland!

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